Alfa Romeo MiTo bringt Chic und Chupze in die Golfklasse
Fährt man mit einem Alfa MiTo eine Kurve rallyemäßig an, und
bremst dann auch noch rallyemäßig, verfällt die Blinkanlage des kleinen
Italieners in hektische Betriebsamkeit. Das ist nicht weiter schlimm, will der
Alfa doch somit nur seinen nachfolgenden Automobilisten signalisieren, dass
sein Alfisto eben brachial gebremst hat. In früheren Zeiten hätte man so die
Kurve angebremst, um das Heck möglichst schnell um die Ecke schwenken und
gleich wieder Gas geben zu können. Oder man hätte die Reifen viereckig gebremst,
was heute ABS und alle möglichen elektronischen Mitfahrer zu verhindern helfen.
So kommt man zwar immer noch schnell, aber eben unspektakulär und in gemäßigter Wankneigung durchs Gelände.
Ja, der neue kleine Italiener macht Spaß, vor allem, weil es
wieder mal ein echter Alfa ist, zumindest, was das Alfa-Fahrverhalten und die
Leistung des Autochens angeht.
Und Alfa MiTo ist natürlich auch eine Marktansage nach USA, wo
ein Fahrzeug mit diesem Namen durchaus das Potenzial für ein Kultauto hat.
Sagte doch mein Freund John Caramel aus San Diego, der während meiner MiTo-Zeit
eben im Odenwald war, auf die
Aussage, dass mir das Wägelchen doch zu gut gefalle: „Me too“, was soviel
bedeutet wie „mir auch“, phonetisch aber lautet: „MiTo“. Also Alfa, helft dem
american dream mit jenen Abruzzen-Ponies auf die Sprünge, die nicht gleich
Ferrari heißen. (John Caramel nenne ich meinen Freund übrigens, weil er für
sein Leben gerne Caramel-Eis isst und seinen echten Namen nicht so gerne verraten
haben will....)
Dem einen oder anderen Zeitgenossen, der den MiTo als nicht
gerade gelungenes Design bezeichnet, will ich daher widersprechen und die
Kugelaugen vorne sowie ihre Gegenstücke am Heck als prägend für dieses Alfa
Bambino hervorheben. Zusammen mit
dem markanten, hier ein wenig spitznäsig geratenen Alfa-Grill ergibt das eine
ausgesprochen selbstbewusste kleine Persönlichkeit, deren Technik hält, was
das taffe Aussehen verspricht.