Dodge Nitro 2.8 - Nicht nur für CowBoys!

Ich musste direkt an eine Aufgabe aus dem Werkunterricht in der 6. Klasse denken, als der Dodge in unserem Redaktionsfuhrpark ankam. Damals war die Aufgabe, aus einem rechteckigen Holzklotz ein Auto zu basteln. Also vorne Säge angesetzt, ein Schnitt längs worunter die Motorhaube entstehen sollte, einer schräg für die Frontscheibe. 4 Räder dran, fertig. Und so kommt der Nitro daher. Wie aus dem Vollen gefräst. Hart, groß, kantig, brachial – Einzigartig!
Er ist die amerikanische Antwort auf unsere SUV. Das wird auch gleich beim Einsteigen bewusst. Der Nitro ist innen ein typischer Amerikaner. Großflächig Hartplastik verbaut und teilweise unverkleidete Spax-Schrauben als Befestigung genommen. Alles etwas rustikal, aber ehrlich. Einen Lifestyle-Award hätte er dennoch gewonnen. Irgendwie ist die Gestaltung doch mit Liebe gemacht worden. Das Cockpit ist aufgeräumt, alle Instrumente sehr gut erreich- und bedienbar. Das Dodge-Emblem ist allgegenwärtig, sogar in den mit Leder bezogenen Türverkleidungen. Nettes Design, bis hin zu den Gummi-Fußmatten im Reifenmuster-Design.
Die Ledersitze sind fest, wir empfinden das als Vorteil und sitzen auch bei längeren Fahrten fabelhaft. Der 2,8 Liter Dieselmotor mit 177PS (130kw) beschleunigt unseren Testwagen in 11,5 sec. auf 100 km/h und endet bei 180 km/h. Für zügige Autobahnfahrten ist der Dodge nicht gebaut. Das für unsere Verhältnisse viel zu weiche Fahrwerk rät von zügiger Fahrweise und schnellen Lenkmanövern ab. Der Nitro ist eher der gemütliche Bulle. Mit fast zwei Tonnen Gewicht ist er in Kombination mit der Automatik eher zum Cruisen gebaut. Und das macht richtig Freude. Der Nitro fährt sich auf Asphalt sehr angenehm, die Servolenkung ist sehr leichtgängig, die Bremsen packen gut zu.
Dank der zahlreichen Ablagemöglichkeiten an Bord, Coke Classic in den Getränkehalter, Knabberzeug dabei und die neue Country-CD ins Multi-Entertainment-System eingeführt. Es fehlen eigentlich nur noch hinten die „Road King“ Schmutzfänger.

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