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100 Jahre „Rallye Monte Carlo“: Lancia bis heute die erfolgreichste Marke Insgesamt 13 Gesamtsiege zwischen den Jahren 1954 und 1992 Lancia erfolgreichster Autohersteller im Rallye-Sport aller Zeiten
Der Weg von Lancia ist nicht nur von wegweisenden Designentwürfen und technischen Innovationen geprägt, sondern auch von unübertroffenen Erfolgen auf einer der größten Bühnen des internationalen Motorsports: der Rallye Monte Carlo. Im 100. Jahr ihres Bestehens führt die 79. Auflage der „Monte“ vom 19. bis 22. Januar 2011 wieder durch die spektakuläre Kulisse der französischen Seealpen.
Insgesamt 13 Mal standen in der Gesamtabrechnung Lancia-Modelle ganz oben auf dem Treppchen. Damit ist Lancia die erfolgreichste Marke auf dieser extrem anspruchsvollen Zeitenjagd entlang der französischen Riviera und durch das meist verschneite Serpentinengeschlängel der angrenzenden Gebirge. Die berüchtigte „Nacht der langen Messer“, eine Nachtetappe über den Col de Turini, gilt Kennern dabei als absolutes Highlight.
Als erster Lancia-Gesamtsieger verewigte sich 1954 der Monegasse Louis Chiron mit seiner Aurelia B20 GT in der Monte-Historie. Achtzehn Jahre später nahm der Italiener Sandro Munari auf einer Fulvia HF den Faden auf, avancierte zum Gesamtsieger 1972 und baute diesen in der Folge mit einem lupenreinen Hattrick (1975, 1976, 1977) zur beeindruckenden Serie aus. Sein Sportgerät, der Stratos HF mit Sechszylinder-Ferrari-Mittelmotor, wurde dabei ebenso zur Legende wie der Fahrer selbst – zumal der berühmte „Rennkeil“ ein Jahr später noch eins draufsetzte: Pilotiert von dem Franzosen Bernhard Darniche, fuhr der Stratos HF den vierten Monte-Gesamtsieg in Folge ein. Der nächste Titelträger mit Lancia-Markenzeichen ist zugleich einer der größten Rennfahrer aller Zeiten: Der Deutsche Walter Röhrl schwang sich 1983 mit dem Stratos-Nachfolger „037“ zum Monte-Triumph auf – und bezeichnete sein Fahrzeug später als „bestes Rallyeauto aller Zeiten“.
1986 startete in der gemeinsamen Lancia-Monte-Historie eine „Delta-Serie“ sondergleichen. Den ersten Gesamtsieg innerhalb dieses Zyklus holte der Finne Henri Toivonen auf einem Delta S4. Es folgten Miki „Nationale“ Biasion (I) und Bruno Saby (F), die 1987 und 1988 – jeweils auf einem allradgetriebenen Delta HF 4WD – die prestigeträchtige Trophäe holten. 1989 fräste wiederum Biasion mit einem Delta HF integrale die schnellsten Zeiten ins winterliche Geläuf, zwei weitere Siege mit dem prinzipiell gleichen Auto ließ Didier Auriol (F) 1990 und 1992 folgen.
Mit diesen Erfolgen sichert sich Lancia eine heraus stechende Rolle in der 100jährigen Geschichte der „Monte“.
Fotos: Lancia, BS
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