Mini oder Maxi?
Die
vierte Modellreihe des beliebten Mini polarisiert wie kein anderes Mini-Modell
zuvor. Ist der Countryman noch ein Mini? Am Steuer sitzt man gut sieben
Zentimeter höher als im normalen Mini. Und er ist mit 4,11 Meter Gesamtlänge
der größte Mini in der langen Modellgeschichte.
Wir
fuhren den Countryman mit 4wd in der stärksten Version als Cooper S. Flott
zirkelt er um die Ecken, trotz 19,4 cm Bodenfreiheit. Das für den Mini berühmte
GoCart-Feeling hat er absolut beibehalten. Und als Countryman bietet er nun
noch den Vorteil, das man die britische grün-rot karierte Picknickdecke auch
abseits der normalen Wege aufschlagen kann.
Den
Weg dorthin erreicht man im Cooper S mit dem starken 1,6 Liter Turbobenziner
und 184 PS sehr zügig. Der Countryman hängt irre am Gas und beschleunigt vom
ersten Moment an furios. In der von uns getesteten Allradvariante in flotten
7,9 Sekunden, die sich live nach 5,9 anfühlen. Die Spitze liegt bei rund 210
km/h an. BMW gibt den Verbrauch mit 6,7 Liter Super an, realistisch sind eher
7,5 Liter bei normaler Fahrweise, was aber angesichts der Leistung ein immer
noch sehr guter Wert ist. Damit ist der Turbo-befeuerte Vierzylinder der
effizienteste seiner Klasse, auch dank der Start-Stopp-Automatik.
Das
Fahrwerk ist glücklicherweise auch im höher aufbauenden Countryman
hervorragend. Mit der sehr direkten Lenkung lässt sich der MINI wie seine
„flachen“ Pendants, flott um jede Kurve zirkeln. Zusätzliche Freude bereitet
dabei das knackig und perfekt zu schaltende 6-Gang Getriebe.