Shift2 - Männersache!


Um sich vom Feld der Mitbewerber abzusetzen, setzt SHIFT 2 UNLEASHED auf die Abbildung realistischer Rennaction. Nachdem originalgetreue Autos und akribisch nachgebaute Rennkurse mittlerweile zum guten Ton gehören, geht SHIFT 2 noch einen deutlichen Schritt weiter und setzt das unmittelbare Erleben des Fahrens im Cockpit in den Mittelpunkt. Die neue Helmkamera lässt den Spieler das Rennen durch die Augen des Piloten erleben. Diese Perspektive vermittelt durch Unschärfeeffekte beim Beschleunigen und Bremsen, Neigung des Kopfes in Kurven und sogar der Änderung der Blickrichtung durch das Seitenfenster in Spitzkehren die angsteinflößende Intensität von Hochgeschwindigkeitsfahrten in PS-Boliden.


Wir haben bereits getestet ob diese hohen Ziele erreicht werden.

Der Einstieg in die Simulation gelingt schnell und ohne langes Lesen der Anleitung und zwanzig Parameter zum Einstellen, bevor man überhaupt nur einmal das Lenkrad in der Hand hatte. Das gefällt uns gut und ist für Gamer mit wenig Zeit ideal.

Am Anfang geht es direkt in einem 500 PS starken Nissan GT-R los. Dies dient zur Bestimmung der eigenen Fähigkeit und der Gegner-KI.

Allerdings scheint die eigene Stärke das System nicht wirklich zu beeinflussen. Die Gegner-KI ist wie beim Vorgänger ähnlich hart und unerbittlich. Es ist zwar schön sich harte Duelle auf der Strecke zu liefern, wenn man aber beim Anbremsen auf der Ideallinie vor dem Gegner rumfährt, katapultiert einem dieser schnell hinaus und fährt selbst nahezu fehlerfrei weiter.

Dies führt zu zahlreichen Neustart-Drückern, wenn an der ersten Schikane die Wagen ein Crash-Eldorado veranstalten.

Gut gefallen hat uns die Grafik- und Soundumsetzung. Die Fahrzeuge, vor allem die begehrten mit großen PS-Zahlen, haben einen infernalischen Sound. Genial ist die Cockpitansicht. Hier punktet Shift2 deutlich. Es macht einen unglaublichen Spaß, in der Cockpit-Perspektive zu fahren und die Ansicht der neuen Helm-Kamera zu nutzen. Im Gegensatz zu den 15-17-jährigen Gamern, werden ältere Gamer die seit Jahren reale Autos fahren, diese realistische Umsetzung bevorzugen.


Fazit:

Die Gegner KI nervt, zwingt aber auch zum (realistischen) saubern Fahren. Allerding ist dies mit der teils übersensiblen Steuerung nicht möglich. Der Karrieremodus bietet Langzeitspaß und die zahlreichen Tuningmöglichkeiten lockern das Spielgeschehen auf. Das Paradestück ist aber die Innenraumperspektive.


Shift 2 ist nichts für Jungs - Shift 2 ist für Männer!


Text: EL / Fotos: EA