Cabrio Sommer Special -

Der Ur-Roadster – Opel GT!

Für unser Cabrio Special suchten wir nach einem kernigen Cabrio, einem maskulinen Auto – einem Roadster. Bei Opel wurden wir fündig.

Hatten die Rüsselsheimer doch den im März 2006 auf dem Genfer Salon vorgestellten Opel GT im Angebot. Ein Name, nein, eher eine legendäre Modellbezeichnung im Opel-Modellprogramm. Der neue GT ebenso flott in Fahrt, wurde direkt zum "Cabrio des Jahres 2007" gewählt. Er basiert auf der "Kappa-Plattform" (Motor vorne, Antrieb hinten) des Opel Mutterkonzerns GM. Auf der gleichen Plattform wurde auch der Pontiac Solstice und der Saturn Sky gebaut. Insgesamt 107.658 Exemplare, davon 7.519 Opel GT verließen das GM Werk in Wilmington, bevor dieses Werk am 31.07.2009, parallel zu unserer Testfahrt, geschlossen wurde.

Schade, Opel verliert mit dem GT wieder einmal fremdbestimmt ein Highlight im Modelprogramm. Sicher, der GT hatte auch ein paar Macken. Seine Schwäche dürfte das Verdeck und der Kofferraum gewesen sein. Offenfahren wollte zunächst mit einer vergleichsweise umständlichen Prozedur vorbereitet sein. Das ausschließlich manuelle Verdeck wurde im Scheibenrahmen entriegelt und im Kofferraum zusammengefaltet. Lässig aus dem Auto heraus und mit einfachem Schwung zurückwerfen lässt es sich ebenso wenig wie bequem elektrisch betätigen. Abgeschlossen wurde die Prozedur durch das Schließen des Heckdeckels, der reichlich Schwung zum Verriegeln benötigte, sonst stand eine der beiden Seiten hoch.

Irritiert dürfte sich mancher Interessent gefragt haben, wo sich nach dem Öffnen des Daches der Kofferraum verbirgt. Es gibt ihn – in Form eines rund 15 Zentimeter schmalen Schlitzes hinter dem zusammengelegten Stoff, den Opel mit 66 Litern beziffert. Handelsübliche Reisetaschen passen dort nicht hinein.

Ablagen suchte der GT-Fahrer ebenso vergeblich im Innenraum. Selbst der ungewöhnlich breite, stark den Platz einschränkende Mitteltunnel beherbergt kein Fach. Die Verstellung der – im übrigen gut geformten – Sportsitze sollte ausschließlich im Stand erfolgen, weil das Drehrad der Lehneneigung bei geschlossener Tür praktisch nicht mehr erreichbar ist. Karosseriesteifigkeit und Verarbeitung sind jedoch sehr gut.

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