Nur Fliegen ist schöner


Nicht lange ist es her, da bestand Anlass zur Sorge um die Traditionsmarke Saab:

Wirtschaftskrise, sich abwendende Stammkunden, der Verkauf des Unternehmens von GM an Spyker. Umso größer die Hoffnungen, die Saab in die neuen und künftigen Modelle setzt.


Wir hatten Gelegenheit im Rahmen der Berichterstattung von der Berliner Fashion Week die neue Saab 9-5 Aero Limousine mit

2.0 Liter Turbomotor und 220 PS ausgiebig kennen zu lernen.

Der erste Blick täuscht nicht: Der neue 9-5 ist groß geraten. Mit 5,01 Metern Länge übertrifft er den auf der gleichen GM-Epsilon-II-Plattform basierenden Opel Insignia deutlich. Ein elf Zentimeter größerer Radstand als beim Rüsselsheimer stabilisiert den Gleitflug auf der Autobahn, schafft üppig Platz im Fond und ist gut für die elegante und gestreckte Linie.
Die Formensprache weckt Erinnerungen an die Prototypen 9X und aeroX. Die schmale Fensterlinie, das weit nach vorn gestreckte Dach und die relativ kleine und steile Frontscheibe bringen das Saab-typische Design sehr modern auf den Punkt. Das lang abfließende Heck und die ansonsten stark reduzierte Formgebung verleihen eine feine, extravagante Note.

Auffällig genug um selbst die Blicke verwöhnter Hauptstadt-Passanten auf sich zu ziehen.

Der Innenraum gefällt mit straffen, dennoch sehr komfortablen, elektrisch einstellbaren Leder-Sportsitzen und einem sehr aufgeräumten Cockpit mit Saab-typischen Anleihen aus der Luftfahrt, wie das optional erhältliche Head-up-Display (1.000 Euro). Insgesamt wirkt die  Gestaltung des Innenraums sehr hochwertig, modern, fast zeitlos. Die Bedienung ist nach kurzer Eingewöhnung angenehm und logisch. Lediglich die Software des Navigationssystems würde sich über ein Update freuen.

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